Maschinstrickgarne:
Unsere Garne sind standardmäßig in 100 % reiner Schurwolle oder einer 50/50 Mischung (50 % reine Schurwolle, 50 % Acryl) erhältlich. Gerne verarbeiten wir auf Anfrage auch andere Qualitäten.
Unsere Standardgarnstärke liegt bei Nm 7,5. Allerdings sind wir in der Lage, alle unsere Maschinstrickgarne, Teppichgarne und Webgarne im Garnbereich Nm 2 bis 12 zu produzieren. Egal ob 1-, 2- oder 3-fach.
Unsere Garne eignen sich hervorragend zum
Maschinstricken, aber auch für hochwertige, feine
Webstoffe. Gerne produzieren wir auf Anfrage auch
Kleinstmengen und Sonderfarben.
Die Aufmachung erfolgt auf X-Spulen.
Durch den Ausbau unserer Produktionsstätte ist es uns möglich, Streichgarn, Kamm- oder Halbkammgarn zu produzieren.
Steichgarn:
Streichgarn ist ein ungekämmtes Garn aus Wolle oder einer Fasermischung inklusive Wolle. Es ist ungleichmäßig und voluminös.
Verwendung findet Streichgarn bei textilen Flächen, die eine
raue, unregelmäßige Oberfläche aufweisen sollen. Im Vergleich zum Kammgarn liegen die Fasern im Garn nicht parallel, sondern kreuz und quer, wodurch es „kraus“ wird.
Gewaschene Wollfasern werden gemischt, geschmälzt und am Krempelwolf voraufgelöst. Die Auflösung bis auf Einzelfasern erfolgt am zwei- oder dreiteiligen Krempelsatz („Kratzen“). Die vorgelegte Faserschicht wird hier ca. hundertfach verfeinert, einzelne Fasern teilweise parallel gelegt und das ausgehende Vlies am angeschlossenen Florteiler in schmale Bändchen (Vorgarne) zerlegt. Aus dem Vorgarn wird an der Ringspinnmaschine oder am Selfaktor Garn hergestellt. Das Faserbändchen wird dabei im Streckwerk etwa 1,5fach, das heißt minimal, verzogen.
Das Streichgarn-Spinnverfahren ist das kürzeste Spinnverfahren, was die Anzahl der Maschinendurchläufe betrifft, vor allem fehlen die zahlreichen Streckpassagen. Das gesponnene Garn ist besonders durch seine Wirrfaserlage charakterisiert.
Kammgarn:
Als Kammgarn bezeichnet man ein aus langfaseriger (langstapeliger) Wolle oder Chemiefaser gesponnenes Garn mit einer glatten Oberfläche. Es entsteht durch kämmen der Rohwolle bzw. fasern, wobei die kurzen
Faserstücke und Verunreinigungen (Noppen, Nissen,...) aus dem Vormaterial entfernt werden. Das Kammgarn ist also ein „ausgekämmtes“ und daher hochwertiges Garn. Durch mehrmaliges vorstrecken, verziehen, nachkämmen und mischen werden die Fasern gleichmäßig und parallel ausgerichtet. Das Material wird dann auf speziellen Spinnmaschinen weiter verarbeitet und erhält seine Spinn- und evtl. in einem weiteren Produktionsschritt seine Zwirndrehungen. Beim Kammgarnspinnen werden meist Wolle und langstapelige Chemiefasern verarbeitet. Die mittlere Stapellänge der verarbeiteten Fasern beträgt etwa 65 mm, meist jedoch 80 mm. Kammgarne werden vor allem bei hochwertiger Oberbekleidung (Strick- und Webware), Strumpfartikeln, aber auch zunehmend in hochentwickelten Funktionstextilien oder Heimtextilien verwendet.
Halbkammgarn:
Als Halbkammgarn bezeichnet man ein aus langfaseriger Wolle
gesponnenes, ähnlich wie im Kammgarnverfahren hergestelltes, aber ungekämmtes Garn.
Die Halbkammgarne besitzen meist Volumen und sind
relativ luftdurchlässig. Das Halbkammgarn ist qualitativ über dem Streichgarn, aber unter dem Kammgarn einzuordnen. Halbkammgarn wird heute häufig im
Heimtexbereich, zum Beispiel für Tufting-Teppiche oder Decken, eingesetzt.
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